Appell zum Boykott der Wahlen

Wir rufen dazu auf die diesjährigen Präsidentschaftswahlen in Iran zu boykottieren.

An alle stimmberechtigten Iraner: Geht dieser Regierung und ihrer Machenschaften nicht noch einmal auf dem Leim. Wenn euch euer Land lieb ist und ihr etwas bewegen möchtet, dann seid vernünftig. Wenn man ein System ablehnt, dann sollte man das auch zum Ausdruck bringen, sei das auch nur symbolisch. Der größte Fehler ist es nach altem „iranischen“ Denkschema „bad az badtar“ zu denken und zu meinen, man könne das Volk durch die Wahl eines „geringeren“ Übels vor den Gräueltaten des Regimes schützen. Was hat euch Rohani, dieser scheinheilige, bärtige Mullah, außer noch mehr Elend und noch mehr Hinrichtungen denn gebracht? Jeder Systemunterstützer sollte euer Feind sein. Diese Regierung wird euch weiterhin was vorgaukeln, euch mit weichem Gerede ruhig stimmen wollen. Hammihans, schenkt der Schlange keinen Glauben.
Wer die Wahl boykottiert, hat nichts zu verlieren. Jede Wahlbeteiligung ist ein Gewinn für die Regierung selbst, denn eure Stimme ist nicht nur eine Stimme für einen Kandidaten, sondern vielmehr die Akzeptanz und Unterstützung des Systems. Freie Wahlen gibt es in der IRI nicht und die Kandidaten werden vom System selbst gefiltert. Das ist nichts weiter als eine Pseudodemokratie, indem ihr nichts zu bestimmen habt.

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Nowruz Piruz

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Wir wünschen allen iranischen/eranischen Völkern einen guten Rutsch ins neue Jahr

Möge Iranzamin wieder zu neuem Leben erweckt werden, die Völker, unsere Kultur wieder zu Neuem auferstehen und zusammenfinden!

Allen Menschen in ganz Iranzamin wünschen wir im Weiteren viel Erfolg und Gesundheit, sowie ein glückliches Beisammensein mit Freunden und der Familie

Nowruz piruz bâd!

Nowruz pîroz bê!

Sama Maani – Ein iranischer Denker

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Schon lange wollte die IPM über diesen grandiosen, aber recht unbekannten Psychoanalytiker schreiben.

Sama Maani ist ein gebürtiger Österreicher iranischer Abstammung, der in den Ländern Österreich, Deutschland und Iran aufwuchs. Er studierte sowohl Medizin in Wien, wie auch Philosophie in Zürich und widmete sein Leben fortan der Psychoanalyse. Er arbeitet unter anderem beim Betreuungszentrum Hemayat, welches in Wien seinen Sitz hat und dafür zuständig ist Folter- und Kriegsüberlebende zu betreuen.

Außerberuflich setzt sich Sama Maani aber vor allem mit konstruierten Identitäten und dem Islam auseinander und versucht von einer kritisch-philosophischen Sichtweise die Problematik zu analysieren. Er schrieb diesbezüglich auch einige Bücher, die hier auch aufgelistet werden:

  • Warum wir über den Islam nicht reden können, 2012
  • Respektverweigerung: Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht, Drava, Klagenfurt 2015

Im Internet sind einige seiner Vorträge zu finden, wenn auch nur vereinzelt. Die IPM hat deshalb auch einen solchen Vortrag auf YouTube geuploadet. Für Interessierte stellen wir den Link zur Verfügung:

Sama Maani schreibt auch von Zeit zu Zeit kurze Beiträge in Zeitungen und versucht in einer weniger fachspezifischen Sprache auch dem normalen Publikum die Problematik von Identitäten, vor allem in Bezug zum Islam näher zu bringen:

In seinem Blog verfasst er nur kurze Beiträge, die seine Gedankengänge in einer eher lyrischen Art wiedergeben.